Hierbei handelt es sich um eine nebenwirkungsarme ganzheitliche Methode
zur Verbesserung der Statik und der Funktion des Bewegungsapparates.
Die Besonderheit liegt darin, den Menschen als Ganzes zu betrachten.
Hat ein Patient Beschwerden im Bereich des Fußes, ist es durchaus sinnvoll,
sich das Becken oder auch die Halswirbelsäule anzusehen.
Auf diese Art und Weise wird nicht nur die Funktionsstörung als solche behandelt, sondern in den meisten Fällen kann eine kausale Therapie -
also an der Wurzel der Beschwerden - durchgeführt werden.
Ein weiterer Aspekt im Rahmen der manualmedizinischen Diagnostik ist die Wiederherstellung der Körpersymmetrie.
Im Rahmen von Funktionsstörungen
findet man häufig Fehlhaltungen oder Haltungsschwächen im Bereich der
Wirbelsäule wie zum Beispiel Skoliosen. Diese können ihre Ursache auch in
einem nicht behandelten Kiss Syndrom haben. Natürlich kann man den
Menschen nicht von heute auf morgen vollständig umstellen, aber es ist
durchaus möglich, bestehende Asymmetrien zu beseitigen und dem Körper
zu helfen, besser damit zu Recht zu kommen.
Nach der Behandlung ist die Verhaltenshygiene wichtig. Diese beinhaltet neben
den Verhaltensmustern im Beruf auch die bestehenden Verhaltensmuster im Alltag und bei sportlichen Aktivitäten zu analysieren entsprechend der Körperstatik und Funktion anzupassen. Im Klartext - wir beraten unsere Patienten bei Bedarf bezüglich Arbeitsfeld und sportlicher Aktivität im Hinblick auf einen besseren orthopädischen Therapieerfolg.
Es kommt auch nicht selten vor, dass Patienten Hausaufgaben mitbekommen. Hier sollen Beschwerden durch hartnäckige Muskel- oder Sehnenveränderungen durch Eigenarbeit des Patienten schneller abheilen. Natürlich wird der Patient von uns beraten und geschult.
Wichtig vor Behandlung sämtlicher Veränderungen der Statik, der Wirbelsäule und Funktionsstörungen ist die Diagnostik. Hierzu gehört neben der Erhebung des Ganzkörperstatus eine gezielte Röntgendiagnostik. Schon vorhandene Röntgenaufnahmen oder Schichtaufnahmen werden in die Diagnostik eingebunden. Ansonsten werden entsprechend der Indikation neue Röntgenaufnahmen in der strahlungsarmen XCAN-Technik angefertigt .
Die Röntgendiagnostik ergänzt das klinische Bild eines Patienten und ist Grundlage vor jeder manualtherapeutischen Behandlung.
Wie funktioniert die Manualtherapie?
Manualis kommt aus dem Latein und bedeutet „eine Hand füllend“.
Die Manualtherapie ist entsprechend eine Behandlungsmethode, die ohne technischen Aufwand oder Gerätschaften – also allein mit den Händen durchgeführt wird. Hierbei geht es um Untersuchung und Behandlung von Störungen im Bewegungsapparat.
Durch Funktionsstörungen oder Blockaden im Bereich des Bewegungsapparates kommt es zu schmerzhaften Verspannungen und Fehlstellungen. Die Funktionsstörungen bedeuten eine verminderte Beweglichkeit in einem bestimmten Bereich sowie das Auftreten eines sogenannten Irritationspunktes.
Nach Diagnosestellung kann mit Hilfe von bestimmten Techniken die ursprüngliche Beweglichkeit des blockierten Bereiches wiederhergestellt werden. Das Gelenk oder der blockierte Bereich wird manipuliert oder mobilisiert – das heißt es wird ein definierter Druck ausgeübt in Kombination mit verschiedenen Muskeltechniken.
Es gibt verschiedenste Methoden um die Behandlung durchzuführen – die Grundprinzipien sind jedoch immer gleich.
Gibt es Komplikationen durch eine Manualtherapie?
Bei nicht sachgerechter Durchführung kann es durchaus zu Schäden im Bereich von Nerven, Muskeln, Gefäßen oder zu Knochenbrüchen kommen.
Eine Manualtherapie darf nicht durchgeführt werden bei Osteoporose, Entzündungen, Tumoren, frischen Frakturen, akuten Bandscheibenvorfällen mit neurologischen Ausfällen. Die Häufigkeit der Komplikationen beträgt 1:200.000-1:400.000.
Das heißt, es gibt eine schwere Komplikation im Falle von etwa einer Million Behandlungen. Es gibt kaum eine andere Behandlungsmethode mit einer so niedrigen Nebenwirkungsrate.